In dem Workshop werden Erfahrungen und Gedanken zur Arbeit in kollektiven Betrieben geteilt, die im Rahmen der eigenen Praxis und von Vernetzungsprojekten (mit und in Griechenland und Ungarn) gesammelt wurden. Je nach Interessenslage und mitgebrachter Erfahrung innerhalb der Gruppe werden wir anhand eines konkreten Betriebs auf die Struktur und Herausforderungen kollektiver Betriebe, inhaltliche Schwerpunkte aus den Vernetzungstreffen oder spezifische Fragen zu Rechtsformen, Lohn- und Preissystem oder anderen Widersprüchen eingehen.
Nachhaltigkeit und das Geldsystem:
In dem Workshop soll untersucht werden, welche Rolle das Geldsystem für eine nachhaltige Wirtschaft spielt.
Führt das gegenwärtige Geldsystem zu Wachstumszwang? Gibt es andere Auswirkungen der Geldordnung, die einer nachhaltigen Wirtschaft im Wege stehen? Welche Rolle spielt der Zins? Welche Reformen am Geldsystem könnten den Weg für eine nachhaltige Wirtschaft ebnen? (z.B. Vollgeldreform oder Lokalwährungen)
Nach einem kurzen Input sollen diese Fragen in einer geleiteten Fishbowl Diskussion diskutiert und erörtert werden.
Anders als im deutschsprachigen Raum hat "monnaie social" in den romanischen Ländern Anerkennung als Teil der "Solidarischen Ökonomie" gefunden. Dies erklärt sich auch mit einer langjährigen wissenschaftlichen Begleitforschung, die hierzulande Stückwerk geblieben ist. In der jüngsten Vergangenheit ist deutlich geworden, dass neue Technologien diesen sozialen Innovationen einen Entwicklungsschub geben werden. Dabei steht allerdings auch zu befürchten, dass alternative Gelder als soziales Feigenblatt für das neo-liberale Projekt einer privaten Währungskonkurrenz missbraucht werden.
Vorgestellt wird der grundlegende Zusammenhang von Solidarität und bedingungsloser Absicherung der Existenz und Teilhabe durch ein Grundeinkommen u. a. bedingungslose Zugänge zur Existenz- und Teilhabesicherung. Dabei wird die grundlegende These vertreten, dass Solidarität Freiheit zur Grundlage hat und umgekehrt. Das Grundeinkommen wird in seinen verschiedenen Funktionen (z. B. Schutz vor Prekarität, Ermöglichung freier Demokratie und Partizipation, Eröffnung von Zeitressourcen) im Hinblick auf die Beförderung solidarischer Ökonomie diskutiert.
Geld ist nicht nur Alltagsthema, sondern beschäftigt auch immer wieder Theoretiker.
Allerdings geht es da meistens um Geldreformen, selbst erfundene Geldarten, Kritik an Spekulation und gewissenlosen Profiteuren usw.
Dagegen will sich dieser Workshop nicht dem Geld selber (also den verschiedenen Erscheinungsformen von Geld) widmen, sondern dessen LOGIK (kritisch) analysieren.
Anhand verschiedener Perspektiven auf Geld will ich die scheinbaren und wirklichen Leistungen dieser Logik herausstellen und zu kritisieren versuchen.
Immer schneller, immer besser, immer höher, immer weiter, immer mehr... Wir managen nicht nur unseren Job - unsere Zeit, unser Leben, wir selbst sind Bereiche unseres Managements. Wie eine Steigerungslogik in uns selbst übergeht und inwiefern wir uns dem mit gelebtem Zeitwohlstand entegegen setzen können, wollen wir in diesem Workshop diskutieren, erfahren und erleben. Was bedeutet für uns Zeitwohlstand? Gerne können wir zum Abschluss Improvisationsspiele machen... um Zeitwohlstand auszuleben!