Solidarisch leben und wirtschaften – Praxisbeispiele - Tagestour

Tagestour "Solidarisch leben und wirtschaften – verschiedene Ansätze in der Praxis" - im Rahmen der "Wandelwoche" zum Solikon2015

Müssen Lebensmittel Waren sein? Was ist Subsistenz und wie kann eine Wirtschaft aussehen, die auf Tauschen beruht? Auf dem Karls/Karlahof erhaltet ihr Einblicke in nichtkommerzielle Landwirtschaft und Produktionskreisläufe. Die Kommunität Grimnitz diskutiert mit euch Modelle von Alternativwährungen und ihre bewegte Lokalgeschichte.

Sonntag, 06. September 2015

Start: 10:10 Uhr Ort erfahrt ihr per Mail
Ende: ca. 18:00 Uhr

Dauer ca. 6-8 Stunden (ohne An- und Abreise)

Fortbewegungsmittel: Kleintransporter

Die Tour findet in deutscher Sprache statt. Barrierefreiheit ist abhängig von der Anreiseart, bitte meldet euch via Mail.

Um die Ausgaben für die Tour zu decken wird vor Ort um eine Unterstützung gebeten, genauere Informationen dazu folgen.

Um eine Online-Anmeldung wird gebeten: corinna.vosse@posteo.de

 

Projektehof Karlshof / Karla_hof

http://solikon2015.de/de/karlashof

Der Karl/a*/shof ist ein landwirtschaftliches Projekt in der Uckermark, in dem mehrere Initiativgruppen gemeinsam nichtkommerziell Landwirtschaft betreiben. So gibt es eine Kartoffel-, eine Getreide- und eine Garten-Initiative, eine Gruppe, die sich um das Brennholz kümmert und vieles mehr. Nichtkommerzielle Landwirtschaft bedeutet für uns: wir verkaufen unsere Erzeugnisse nicht, sondern wir geben sie ohne Tauschlogik ab und experimentieren so in der Praxis mit einer Alternative zur kapitalistischen Wirtschaftsweise. Beispielsweise versorgen wir eine nichtkommerzielle Backgruppe in Leipzig, die regelmäßig Brot für Hausprojekte und politische Veranstaltungen bäckt, mit Roggen vom Hof.

Im Garten und bei der Feldbearbeitung ist es uns wichtig respektvoll mit unserer natürlichen Umwelt umzugehen. Genauso ist es uns ein großes Anliegen, einen respektvollen, offenen und sensiblen Umgang miteinander zu pflegen. Wir versuchen unseren Projektalltag patriarchatskritisch zu reflektieren und schaffen dadurch auch einen Raum jenseits von Heteronormativität.
Konkret suchen wir also auf mehreren Ebenen etwas Anderes als die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Karl/a*/shof ist kein Eigentum der Initiativen, sondern gehört zur Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit und ist dadurch mit anderen Projekten in einem Netzwerk verbunden.

 

Kommunität Grimnitz

http://solikon2015.de/de/kommunitaet-grimnitz

Kommunität Grimnitz ist eine christliche am Rande der Stadt Joachimsthal inmitten des Biopsphärenreservates Schorfheide-Chorin. Ideell und theologisch verstehen wir uns dem konziliaren Prozess Frieden - Gerechtigkeit - Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Darin fühlen wir uns mit der weltweiten ökumenischen Bewegung verbunden. Inspiriert Dietrich Bonhoeffer verstehen wir unser Christsein als "Kirche für andere" und fühlen uns der Theologie "Mystik und Widerstand" Dorothee Sölles nah.

Wir bieten Menschen aus unterschiedlichen sozialen Kontexten die Möglichkeiten der Auszeit und Einkehr, zur Mitarbeit und Reflexion, ebenso Raum für künstlerische Tätigkeit und ab 2015 regelmäßige Meditationskurse und Einkehrtage. Die Mitglieder unserer Lebensgemeinschaft engagieren sich in verschiedenen Bereichen sozial und ökologisch. Ein besonderes Anliegen ist uns die Arbeit mit Flüchtlingen und politisch Verfolgten, ein Schwerpunkt ist dabei Kolumbien. Besonders in Bezug auf die dortige aktuelle politische Situation öffnen wir unseren Lebensort als Zentrum der Begegnung, der Erinnerungsarbeit und des Schutzes für Menschenrechtsaktivisten.

Datum: 
Sonntag, 6. September 2015 - 12:00 bis 17:00
Ort: 
Projektehof Karls-/Karlahof, Uckermark (Infos zur Anreise folgen)